In gesunden Venen ermöglichen sich öffnende und schliessende Klappen den Transport des Blutes gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen.

Verlieren diese Klappen ihre Schliessfähigkeit, kommt es zu einem schädlichen Rückfluss (Reflux) und Stau des Blutes in den Beinvenen. Dadurch weiten sich die Venen, werden länger und verlaufen geschlängelt. Es entsteht das typische Bild der sichtbaren Krampfadern (Varikose).
Mit der Zeit führt der chronische Überdruck zum vermehrten Austritt von Flüssigkeit, Eiweiss und Blutkörperchen in das umgebende Gewebe. Dies hat Schwellungen, Verhärtungen und bräunliche Verfärbungen der Haut zur Folge, hauptsächlich in der sogenannten Gamaschenzone oberhalb des Sprunggelenks.
In schweren Fällen werden Haut- und Fettgewebe so schlecht durchblutet, dass dies zu einem offenen Bein führt (lat. ulcus cruris). Ziel jeder Behandlung muss es deshalb sein, den venösen Rückfluss auszuschalten, um solche Verläufe zu verhindern.



