Als Folge der Erkrankung der Vena saphena magna (grosse Rosenvene) oder Vena saphena parva (kleine Rosenvene) kommt es auch zur Erkrankung der Seitenäste dieser Venen. Diese sind dann meist als geschlängelt verlaufende Venenstränge an Unter- und Oberschenkel zu sehen oder zu tasten und bestimmen die Ausprägung des Krankheitsbildes. Diese Krampfadern (das Wort Krampf kommt von krumm) sind häufig der Grund, warum Patienten den Arzt aufsuchen.
Auch nach korrekt durchgeführten Operationen können wieder neue Krampfadern auftreten. Man nennt diese Äste Rezidive. Sowohl die Seitenäste als auch die Rezidivseitenäste werden durch die Phlebektomie beseitigt. Man nenn dieses Verfahren auch Häkchenmethode.

Vorbereitung
Dieser Eingriff wird in aller Regel ambulant durchgeführt. Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig, der Patient muss nicht nüchtern sein. Es empfiehlt sich weite, bequeme Kleidung an den Beinen, unter denen ein Verband getragen werden kann.
Durchführung
Die zu entfernenden Venen werden am stehenden Patienten angezeichnet. Dann wird eine Kochsalzlösung mit Lokalanästhetikum und Adrenalin (ein Gefäss zusammenziehendes Medikament) infiltriert. Dadurch wird der Eingriff schmerzlos und blutungsarm. Kleine Stichinzisionen von 1-2mm Länge werden über den angezeichneten Venen gesetzt. Mit einem speziellen Häkchen können dannn die darunter liegenden Venen herausgezogen werden.
Nach Abschluss der Behandlung wird ein Verband angelegt, welcher in der Regel am nächsten Tag wieder entfernt werden kann. In seltenen Fällen müssen Sie für eine gewisse Zeit Kompressionsstrümpfe tragen. Nach der Operation sind Sie gleich wieder mobil und meist arbeitsfähig. Duschen ist nach dem ersten Tag erlaubt.
Risiken und Nebenwirkungen
Der Eingriff ist risikoarm. Am häufigsten entstehen kleine Einblutungen mit Verfärbungen und Verhärtungen, die aber im Verlauf von Tagen, selten Wochen und Monaten, von alleine wieder verschwinden. Daneben ist die Schädigung kleiner Hautnerven möglich. Dies bewirkt Missempfindungen im entsprechenden Areal. In den meisten Fällen verschwinden diese aber ebenfalls nach Wochen, selten Monaten. Auch kleine, bleibende Narben können das kosmetische Ergebnis stören. Nur sehr selten kommt es zu Infektionen oder gar Thrombosen oder Embolien.


