Die älteste Therapieform bei Krampfadern ist die Kompressionstherapie mit besonderen Strümpfen oder Verbänden, die lebenslang getragen werden müssen. Durch diese Druckverbände wird das Lumen der erweiterten Venen verkleinert. Dadurch erhöht sich die Fliessgeschwindigkeit des Blutes in den Venen, was den Rücktransport zum Herzen verbessert. Es treten als Folge weniger Stauungen und Ödeme (= Flüssigkeitsansammlung) in den Beinen auf.
Entscheidender Nachteil dieser Therapie ist, dass die Strümpfe unbequem zu tragen sind und vor allem im Sommer zur unangenehm heissen Beinen führen. Das Anziehen kann zudem für ältere Menschen schwierig sein, da die Gummispannung des Gewebes einen hohen Kraftaufwand erfordert. Binden ohne Gummianteil sind zwar leichter anzulegen, halten jedoch oft nicht lange.
Aufgrund der Nachteile wird diese Methode heute eher selten angewandt.


